Montag, 31. August 2015

Auf in den September



Zugfahrten, die kurze Stunde über den Wolken, Rucksack packen und auspacken und packen und auspacken, Gelächter, Tiefgründigkeit, Unbeschwertheit, Tinte unter Haut, durchsichtiges, kaltes, erfrischendes Wasser, die Milchstraße bewundern, Sternschnuppen, der ständige Blick durch den Sucher, der Blick auf den Fjord, frischer Kakao, aufwachen und aus dem Fenster sehen, Brettspiele bei Kerzenlicht, singend durch die Herr-der-Ringe-Landschaft wandern, erschöpft sein, mutig sein, erfüllt sein, aufgedreht sein, müde sein, diese eine Playlist tausend mal anhören, mit der Gitarre Abende und Morgen ausklingen lassen, aus-der-Wohnung-flieh-Spaziergänge, den Sonnenbrand im Gesicht spüren, Whiskey auf dem Balkon, über dem Buch einschlafen, nachts durch einsame Straßen wandern, kühles Bier aus der Dose genießen, mit dem Fahrrad Richtung Sonnenuntergang fahren, Fernweh haben, Menschen vermissen, vor dem Skizzenblock sitzen, Postkarten schreiben, Karten lesen, zu Hause ankommen, inspiriert sein, glücklich sein.

Irgendwie seh ich den September als eine Art Neuanfang. Man beginnt das neue Semester, das neue Schuljahr oder man kommt gerade vom Urlaub zurück. Und ich muss erstmal meine Eindrücke und Gedanken sammeln. Denn es sind so viele, dass sie in meinem Kopf definitiv Überhand nehmen. Der Sommer ging wie immer unfassbar schnell vorbei und brachte so viel mit sich. Grade komme ich zurück aus Norwegen und versuche dieses wunderschöne Land in meinem Herzen zu behalten, so gut es geht. Diese Ruhe und Unbeschwertheit einzufangen und im Alltag weiter mit mir rumzutragen. Die neuen Erfahrungen auszuwerten, über Gesehenes, Gefühltes und Geschehenes nachzudenken, denn meine Gedanken sortieren sich schließlich nicht von alleine. Und sich natürlich auf's Neue Ziele zu setzen, und trotz des Sommers nach vorne zu blicken. Da stellt sich mir oft die Frage, wer ich eigentlich sein möchte. Und was ich erreichen möchte.

Ich zumindest will endlich die Frau werden, die ich sein will. 'Nen Fick darauf geben, wer was denkt und was erwartet. Eigene Erwartungen erfüllen, mir meine Meinung bilden und äußern, so aussehen, wie ich Lust hab und damit zufrieden sein, meine Werte und Vorstellungen vertreten, Zeit in Dinge investieren, die ich für wichtig halte. Ich möchte hoch gesteckte Ziele haben und hart arbeiten, um diese zu erreichen. Was aus mir und meinem Leben machen. Jetzt und nicht morgen. Meine Kreativität teilen und andere inspirieren und mitziehen. Mit den Menschen Zeit verbringen, die mir am Herzen liegen. Zeigen, was ich empfinde. Sagen, was ich denke. Klug handeln und über meine Worte nachdenken. Gleichzeitig unbeschwert und unbesorgt durch's Leben gehen. Wissen was ich will und woher meine Motivation kommt. Mein Lächeln und mein Herz teilen mit denen, die das gebrauchen können. Irgendwie auf irgendeine Art und Weise ein ganz kleines bisschen diese Welt verändern. Das möchte ich.




Kommentare:

Jacki de Ripper hat gesagt…

Der letzte Absatz ist gold wert!

xx

Jacki de Ripper hat gesagt…

Hahaha ja boah ohne spaß ich glaube wir sind uns echt von der Einstellung her total ähnlich :D Musste auch so lachen als ich deinen text gelesen hab, weil ich den halt unterschreiben würde! :D


xx

Maribel hat gesagt…

Ich schließe mich Jacki an! Und ich hab mich gerade in jedes deiner Worte reingefunden. Außerdem fand ich es super, dich auch mal im "Reallife" kennenzulernen :D Nein, ehrlich! War ne super Zeit mit dir - gerne wieder. Hoffentlich kommen wir schneller dazu, als wir denken. Genieß den Herbst, den Neuanfang, das "Nen Fick drauf geben".

P. S. Is she really gone? :D :P

Mimi Schwing hat gesagt…

Das ist echt super schön geschrieben und ich kann dir nur zustimmen! ☺
Das Bild ist auch sehr schön. Mir gefällt dein Tattoo sehr!
Liebste Grüße
Mimi von daily-cheer.blogspot.com ♥

Laura hat gesagt…

Da hast du dir viel vorgenommen. Schön geschrieben ist es auf jeden Fall schon mal. Ich drücke dir die Daumen, dass du das auch so umsetzen kannst :)