Sonntag, 7. Juni 2015

Warum es gut ist, du selbst zu sein


Heute will ihr ehrlich zu euch sein, denn ich denke, dass es nicht nur mir so geht.
Ganz schön oft stolpere ich nämlich in die Falle, die die Gesellschaft und die Medien bereitstellen. Was dabei herauskommt, ist ein ständiges Vergleichen und Unterordnen. Unterbewusst natürlich.
Ich denke eben anders über so viele Dinge, mache eben alles auf meine Art, sehe so aus, wie ich es eben tue und -eigentlich habe ich keine Grund mich dafür zu rechtfertigen!

Ich bin ziemlich verkorkst aufgewachsen wer ist das nicht? was für viele nicht richtig nachvollziehbar war. Das kleideten diese auch gerne mal in unschöne Worte. Trotzdem habe ich meinen eigenen Kopf, was mehr Gutes und ab und zu Schwierigkeiten bereithielt. Ich komme aus einer ziemlich langen Beziehung, habe deswegen zu ein paar Dingen eine komplett andere Meinung, vielleicht auch komplett andere Wertvorstellungen. Und ich versuche immer noch diese zu wahren. Und ja, ich bin 21 und immer noch auf der Suche nach dem, was das Leben für mich bereithält. Immer noch auf der Suche nach mir selbst mit dem Hang dazu jeden Stolperstein mitzunehmen.
Bin gerade mal im ersten Ausbildungsjahr, während die meisten meiner Freunde ihren Bachelor machen. Vielleicht werde ich nie studieren, so sehr ich das auch wollte. Vielleicht werde ich nie zufrieden in den Spiegel schauen können, vielleicht auch nie mit dem was mir Spaß genug Geld verdienen und vielleicht auch nie diese eine andere Hälfte finden.

Aber worum geht es hier eigentlich? Worum geht es uns eigentlich? Tag für Tag, Woche für Woche? Wofür das Alles, wenn wir sowieso nie das erreichen, was wir uns vornehmen?
Ich glaube es geht um so viel mehr als das. Ich glaube wir müssen lernen, unseren ganz persönlichen Weg zu akzeptieren und zu genießen. Aufhören uns an irgendwelche Normen anpassen zu wollen. Einfach anfangen zu leben.

Ich glaube nämlich, es ist gut wie es ist. Es ist gut, dass ich in einer liebenswerten, verkorksten Familie zwischen zwei Kulturen aufgewachsen bin, denn ich schätze und liebe meine Eltern. Es ist gut, dass ich das Privileg hatte so lange eine so wunderbare Beziehung zu führen. Es ist gut, dass ich gelernt habe, Dinge wegzustecken, mich zu wehren und für etwas zu kämpfen.

Es ist gut, dass du den Weg gegangen bist, den du gerade gehst. Denn das bist du. Zu dieser Person hat dich dein vielleicht manchmal schwieriges, doch auch wunderbares Leben gemacht.
Hör auf, dir etwas vorzumachen. Du bist vollkommen gut so wie du bist. Gelegentlich vergisst du das bloß.

1 Kommentar:

Stefanie hat gesagt…

Ich finde sehr schön, was du geschrieben hast. Und das mit 21! Ich finde genau richtig, wie du zu den Dingen stehst. Es ist zwar gut, wenn man immer ein Ziel hat, das man erreichen will. Aber man sollte es so tun und in der Geschwindigkeit, wie es für einen richtig ist. Einige machen eine Berufslehre und verdienen mit 20 schon einen guten Lohn. Andere studieren und brauchen bis 30 oder länger, bis sie in ihrem Beruf arbeiten können. Ist doch egal, Hauptsache man ist glücklich. Und das mit der Liebe kommt ja bekanntlich plötzlich und ganz unverhofft.
Übrigens glaube ich auch, dass man mit jedem Altersjahr mehr zu sich und seiner Art zu stehen lernt.:)