Dienstag, 10. Februar 2015

Dankbarkeit

In einem Leben, in dem wir Alles besitzen und noch ein bisschen mehr, vergessen wir so oft, wie gut es uns geht. Das Benzin ist zu teuer, der Kühlschrank zu leer, das Brot zu trocken, das Bier zu warm, das Wetter zu kalt, die Arbeit zu lang, die Prüfungen zu schwer, die Zeit zu knapp, die Straßen zu voll, die Jeans zu eng, das Wlan zu langsam und das Jammern so einfach.

Und wo würden wir nur ohne unsere selbstgeschmiedeten Probleme bleiben, denn Richtige haben wir ja keine. Ein Dach über dem Kopf, eine Familie zu Haus, Pizza in der Tiefkühltruhe, ein Fahrrad vor dem Haus, eine dicke Jacke und ein Schal, ein warmes Bett mit weicher Matratze, ein Job, unendlich viel Wissen, ständige Erreichbarkeit, eine Heizung, eine Waschmaschine, ein Kühlschrank, und ein Herd. 

Und dabei sind es nicht mal diese Dinge, die wir viel zu oft für selbstverständlich halten, sondern die noch viel kleineren, unwichtigen, unbedeutenden. Das Lächeln des Nachbarskindes, die lustige Geschichte am Mittagstisch, diese eine Whatsappnachricht, die Sonne, die durch die Wolken durchschimmert, der Geruch von frischen Waffeln, ein offenes Ohr, ein tiefgängiges Gespräch. Eine grüne Wiese, Stille, der Wind, ein kühler Regentropfen, ein warmer Tee, eine Pfütze in der sich die Laterne so hübsch spiegelt, ein nebliger Morgen, ein warmer Sommerabend. 

Was auch immer dir gerade durch den Kopf geht. Diese Dinge sind es, die unbemerkt bleiben, das Leben jedoch so lebenswert machen.





1 Kommentar:

Annanikabu hat gesagt…

Ich freu mich gerade unheimlich, dass ich zufällig auf deinen Blog gestoßen bin. Dieser Text spricht mir total aus der Seele. Ich versuche auf meinem Blog auch immer wieder darauf hinzuweisen, dass es "die kleinen Dinge" sind, die uns glücklich machen und unser Leben lebenswert machen! Danke, dass du auch so denkst! Schöne Worte hast du gefunden! Und die BIlder finde ich auch unheimlich passend dazu!

Ganz liebe Grüße
Anna